Institut für Transfusionsmedizin Leipzig
 Universitätsmedizin Leipzig

Thrombozyten

Die mit 1,5 bis 3,0 Mikrometer kleinsten Zellen unseres Blutes, welche auch als Blutplättchen bezeichnet werden, sind flache, farblose Scheiben ohne Zellkern. Ein gesunder Mensch besitzt in einem Mikroliter Blut zwischen 150.000 und 400.000 Blutplättchen.

Bild Thrombozyten Thrombozyten entstehen im Knochenmark, wo sie sich von ihren Mutterzellen, den sogenannten Megakaryozyten, abschnüren. Sie sind nach ihrer Produktion nur sieben bis zehn Tage überlebensfähig. Ungefähr 60 bis 70 Prozent der Blutplättchen zirkulieren im Blutkreislauf, der verbleibende Anteil befindet sich in der Milz. Dort werden die meisten „alten" Thrombozyten auch wieder abgebaut. Zu einem geringeren Teil geschieht das auch in der Lunge und in der Leber.

Eine bedeutungsvolle Aufgabe: Die Blutstillung

Thrombozyten sind die Zellen der Blutstillung. Ist eine Gefäßwand verletzt, kommen die Thrombozyten dadurch mit Stoffen in Kontakt, die zu Ihrer Aktivierung führen. Das bedeutet sie ändern ihre Form, vergrößern ihre Oberfläche und aggregieren (lagern sich zusammen und verkleben). Dadurch bilden sie eine Art Pfropf, der zum einen das Austreten weiteren Blutes verhindert und zum anderen die Wunde vor eintretenden Keimen schützt. Außerdem werden Botenstoffe ausgeschüttet, welche die Wundheilung fördern.

 
Letzte Änderung: 23.07.2009, 18:48 Uhr
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