Institut für Transfusionsmedizin Leipzig
 Universitätsmedizin Leipzig

Leukozyten

Weiße Blutkörperchen, die Leukozyten sind in einem Mikroliter Blut nur 5.000 bis 10.000 mal vertreten. Dennoch übernehmen die 7 bis 20 Mikrometer großen Zellen wichtige Aufgaben in der Immunabwehr: Sie bekämpfen krankheitserregende Mikroorganismen wie beispielsweise Bakterien, Viren oder Tumorzellen.

Die drei großen Gruppen der Leukozyten - Granulozyten, Lymphozyten und Monozyten - besitzen verschiedene Aufgabenbereiche:

Bild Granulozyten Plus Symbol Granulozyten Granulozyten gehören mit einem Anteil von 50 bis 60 Prozent zu den am häufigsten vertretenen weißen Blutkörperchen und werden hauptsächlich mit dem Blutstrom mitgeführt. Granulozyten besitzen einen unregelmäßig geformten Zellkern, enthalten viele „Körnchen" und lassen sich wiederum in einige weitere Untergruppen unterteilen. Bei Infektionen erhöht sich vor allem die Anzahl der neutrophilen Granulozyten, andere Arten spielen hauptsächlich bei der Abwehr von Parasiten-Infektionen und allergischen Reaktionen eine Rolle.

Bild Lymphozyten Plus Symbol Lymphozyten Lymphozyten sind runde Zellen mit einem großen, leicht eingedellten Kern, die eine Lebensdauer von zwei Tagen bis zu vielen Jahren haben können. Hauptsächlich unterscheidet man zwischen T-Lymphozyten und B-Lymphozyten. Erstere sind hauptsächlich für die Erkennung von Infektionen im Inneren von Zellen zuständig. In Zusammenarbeit mit anderen weißen Blutzellen sind sie in der Lage, infizierte Bereiche einzuschließen oder befallene Zellen zu vernichten. B-Lymphozyten hingegen können sich nach der Aktivierung durch körperfremde Antigene zu Antikörper-produzierenden Plasmazellen oder Gedächtniszellen entwickeln.

Bild Monozyten Plus Symbol Monozyten Monozyten befinden sich überwiegend im Gewebe, nehmen dort Bakterien und deren Überreste auf und vernichten sie. Sie werden daher auch als Makrophagen ("große Fresszellen") bezeichnet.

Sind an einer Stelle im Körper Krankheitserreger eingedrungen, finden sich dort vor allem Granulozyten und Makrophagen ein und locken durch bestimmte Signalsubstanzen weitere „Helfer" an. Auf diese Weise soll schon frühzeitig eine Infektion verhindert werden.

 
Letzte Änderung: 24.11.2009, 10:12 Uhr
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