Institut für Transfusionsmedizin Leipzig
 Universitätsmedizin Leipzig

Hämoglobin

Der rote Blutfarbstoff Hämoglobin (Hb) ist der wichtigste Bestandteil der roten Blutkörperchen (Erythrozyten).
Da ein Erythrozyt in seiner Trockenmasse zu 90 Prozent aus Hämoglobin besteht, besteht ein enger Zusammenhang zwischen der Anzahl der roten Blutkörperchen und dem Hämoglobingehalt des Blutes.

Hämoglobin Eine zentrale Rolle übernimmt Hämoglobin beim Sauerstofftransport im Körper: Im Blutkreislauf wird sich die Fähigkeit des Moleküls zur Sauerstoffaufnahme, -bindung, -transport und -abgabe zu Nutze gemacht. Im ständigen Kreislauf wird Sauerstoff in der Lunge vom Hämoglobin gebunden und gelangt über die Arterien zu jenen Stellen im Körper, die Sauerstoff benötigen. Dort wird dieser dann im Hämoglobin gegen Kohlendioxid ausgetauscht, welches bei der Zellatmung freigeworden ist. Über die Venen gelangt das sauerstoffarme Blut mit einer dunkleren Farbe nun zurück in die Lunge, wo das Kohlendioxid wieder ausgeatmet wird.

Überprüfung des Eisenwertes Überprüfung des Hämoglobingehaltes im Blut Der normale Hämoglobinwert liegt bei Frauen zwischen 7,4 und 9,9 mmol/l, bei Männern zwischen 8,1 und 11,2 mmol/l. Für die Blutspende ist ein Hb-Wert von mindestens 7,8 mmol/l für Frauen und mindestens 8,4 mmol/l für Männer erforderlich. Ein zu niedriger Wert steht oft mit Eisenmangel im Zusammenhang. Ist der Hämoglobinwert deutlich zu gering, treten Symptome einer Anämie (Blutarmut) auf: Blässe, Lichtempfindlichkeit und Konditionsschwächen sind dann charakteristisch.
Da bei der Blutspende der Spenderschutz höchste Priorität hat, findet vor einer jeden Spende die Überprüfung des Hämoglobingehalts statt, so dass einem spendebedingten Eisenmangel vorgebeugt werden kann.

 
Letzte Änderung: 29.04.2013, 17:10 Uhr
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