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Plasmaspende

Neben der direkten Transfusion findet Blutplasma auch bei der Herstellung lebensnotwendiger Medikamente Anwendung.
Die Plasmaspende ist daher ebenfalls eine sehr bedeutende Spendeart: Bei der sogenannten Plasmapherese werden das Pfeil Blutplasma und die Pfeil Blutzellen mittels eines Plasmaseparators durch Zentrifugation voneinander trennt. Während einer Spendezeit von 30 - 40 Minuten werden ca. 650 Milliliter Plasma entnommen, die Blutzellen bekommt der Spender nach jedem Zyklus wieder zurück in den Körper, wobei ein geringer Verlust jedoch nicht vermeidbar ist.

Sie möchten gern Plasmaspender werden?

Foto Plasmaspende Plasmaspenderin Für die Plasmaspende müssen natürlich zunächst die allgemeinen Pfeil Voraussetzungen für eine „herkömmliche" Vollblutspende erfüllt sein. Der Großteil aller Vollblutspender ist auch für eine Plasmaspende geeignet, jedoch sind im Rahmen einer Voruntersuchung zusätzliche Parameter zu überprüfen. Dafür werden Ihnen zwei zusätzliche Röhrchen mit Blut abgenommen, aus welchen ein Blutbild vorgenommen und der Eiweißgehalt sowie IgG-Wert (Immuglobulin G), ein Abwehrstoff des Immunsystems, bestimmt wird. Haben Sie in den letzten zwei Jahren schon einmal bei uns gespendet, können Sie jederzeit zur Abnahme der Teströhrchen vorbeikommen oder vor der Vollblutspende dem Arzt Ihr Interesse signalisieren. Um als Neuspender für die Plasmaspende registriert werden zu können, muss man jedoch mindestens eine Vollblutspende geleistet haben.

Was ist vor der Spende zu beachten?

Bereits 12 Stunden vor Ihrer Plasmaspende sollten Sie besonders auf eine fettarme Ernährung achten, da sich andernfalls Fetttröpfchen im Plasma bilden können, die eine trübe weißliche Färbung zur Folge haben. Beim Auftauen des Plasmas in Vorbereitung einer Transfusion können diese Tröpfchen ausflocken, so dass das Präparat für den Einsatz am Patienten ungeeignet wäre. Empfehlenswert ist daher mageres Fleisch, Fisch, Geflügel, Kartoffeln, Reis, Nudeln, Käse mit weniger als 40 % Fett, Gemüse und Obst. Abgeraten wird von Milch, Salami, Mettwurst, Leberkäse, Fleischsalat, Brat- und Bockwurst, Gans, Bratkartoffeln, Schokolade und Nüssen.

Was ist nach der Spende zu beachten?

Nach einer Spende ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr besonders wichtig, um den entstandenen Volumenverlust im Körper schnell wieder auszugleichen. Befolgt man diesen Rat, ist der Verlust schon innerhalb von 30 Minuten wieder ausgeglichen. Das bei der Spende abgegebene Eiweiß - bis zu 52 Gramm - lässt sich durch eine eiweißreiche Ernährung innerhalb von ein bis zwei Tagen vollständig regenerieren. Der Mindestbedarf an Eiweiß liegt bei 0,5 bis 0,6 Gramm je Kilogramm Körpergewicht.

Wie häufig darf man Plasma spenden?

Eine Blutplasmaspende gilt als besonders schonend, da der Spender im Gegensatz zur Vollblutspende alle Blutzellen zurück erhält. Daher ist die Plasmaspende wesentlich häufiger möglich als die Vollblutspende - nämlich bis zu 38mal jährlich. Der empfohlene Mindestabstand zwischen zwei Plasmaspenden beträgt eine Woche. Nach einer Vollblutspende können Männer nach zwei Wochen und Frauen nach vier Wochen wieder Blutplasma spenden.

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