Erythrozyten
Erythrozyten in einer Arterie
Unter dem Mikroskop erscheinen sie als rote, runde Scheibchen, die keinen Zellkern besitzen. Die biegsamen Zellen mit einem Durchmesser von 7,5 Mikrometer können sich sogar durch kleinste Blutgefäße zwängen, die einen Durchmesser von 2 Mikrometer haben. Im Blut eines erwachsenen, gesunden Menschen befinden sich zwischen 25 und 35 Billionen Erythrozyten, wovon täglich etwa 200 Milliarden erneuert werden. Dieser Herstellungsprozess (Blutbildung) wird wissenschaftlich als „Erythropoese" bezeichnet. Er findet beim Embryo hauptsächlich in der Leber statt, später entstehen Erythrozyten aus teilungsfähigen Stammzellen im roten Knochenmark größerer Knochen. Diese Entwicklungsphase nimmt etwa sieben Tage in Anspruch. Nach einer Lebensdauer von circa 120 Tagen werden die „alten" roten Blutkörperchen vom Organismus erkannt und dann in Leber, Knochenmark und Milz abgebaut.
Ihre wichtigste Funktion: Der Sauerstofftransport
Die wichtigste Funktion der roten Blutkörperchen ist der Sauerstofftransport. Dabei spielt das eisenhaltige Hämoglobin, der rote Blutfarbstoff, eine entscheidende Rolle.
In einem ständigen Kreislauf wird Sauerstoff vor allem in der Lunge, wo er im Übermaß vorhanden ist, von den Hämoglobinmolekülen gebunden. Über das Herz gelangt er mit dem Hämoglobin durch die Arterien zum Gewebe, wo er im Hämoglobin gegen das bei der Zellatmung frei gewordene Kohlendioxid ausgetauscht wird. Über die Venen gelangt das Blut zurück in die Lunge, aus welcher das Kohlendioxid wieder ausgeatmet wird.
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